Stephan Haupt MdL unterstützt Klever Elterninitiative gegen den Fachärztemangel im Kreis Kleve

Stephan Haupt im Gespräch mit Vertreterinnen der Elterninitiative Kleve und dem Klever Kinderarzt Dr.med Wolfgang Brüninghaus

Kleve. Zu einem intensiven Informationsaustausch konnte der FDP-Landtagsabgeordnete Stephan Haupt die Vertreterinnen der Elterninitiative Kleve- Kinderärztemangel nicht mit uns im Kreis Kleve – Nicole Tenbrink, Yvonne Gerber, Daniela van Zandvoort, Sylvia Kleuren, Anne Deckers sowie den Klever Kinderarzt Dr.med Wolfgang Brüninghaus in der FDP Geschäftsstelle in Kleve empfangen. Die 2015 gegründete Elterninitiative engagiert sich seit drei Jahren gegen den mittlerweile besonders im Kreis Kleve eklatant gewordenen Mangel an Kinderärzten. Für immer mehr Kinder ist der Zugang zu einer Kinderarztpraxis vor Ort nicht mehr selbstverständlich. Zudem ist auch ein kinderärztlicher Notdienst in Kleve nicht vorhanden. „Der Mangel auch an anderen Fachärzten ist in den ländlicheren Regionen zu einem immer weiter wachsenden Problem geworden. Einzelne Maßnahmen der NRW Landesregierung, wie die Reservierung von Studienplätzen für Landärzte, sowie die Schaffung einer zusätzlichen medizinischen Fakultät, schaffen zwar langfristig etwas Abhilfe, können aber in der jetzigen Situation noch nicht greifen.“, konstatierte Haupt. Kernproblem, so wurde in den Gesprächen mit den Engagierten der Initiative klar, ist intransparente und benachteiligende Bedarfsplanung des Gemeinsamen Bundesausschusses (G-BA), dem obersten Beschlussgremium der gemeinsamen Selbstverwaltung der Ärzte, Zahnärzte, Psychotherapeuten, Krankenhäuser und Krankenkassen in Deutschland. „Die aktuelle Bedarfsplanung stammt aus dem Jahr 1995 spiegelt in keinster Weise die tatsächlichen Verhältnisse und vor allem die wirklichen Bedürfnisse der Bürger unserer Region dar“, stellte der in Kleve praktizierende Kinderarzt Dr.med. Brüninghaus fest. „Weil die Ursachen der Versorgungsprobleme in Berlin liegen, haben wir nun eine neue bundesweite Petition gestartet, die gegen die Benachteiligung der Landregionen in der Bedarfsplanung protestiert“, ergänzt Nicole Tenbrink. „Unter dem Link www.openpetition.de/petition/online/herr-spahn-stoppen-sie-den-aerztemangel-auf-dem-land kann sicher jeder mit seiner Unterschrift einbringen.“, so Tenbrink weiter. Konkrete Anregungen, wie die Stärkung der Facharztausbildung in Praxen sowie Verbesserungen in der Nachfolgesorge für ländliche Arztpraxen konnte Stephan Haupt MdL für die Politik der NRW-Koalition in Düsseldorf mitnehmen. „Weiteren Druck gilt es jedoch parteiübergreifend aufzubauen, bezüglich einer bundesweit gerechten und am aktuellen Bedarf orientierten Bedarfsplanung.Hier werden wir uns auch als FDP intensiviert engagieren müssen.“, so Haupt im Hinblick auf die Facharztversorgung im Kreis Kleve.